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Oststadt Christuskirche gratuliert ihrem Stifter Karl Schneider mit musikalischer Adventslesung und Torte zum 90. Geburtstag

Glückwünsche im Kerzenschein

Große Torte (v. l.): Birgit Stegmann, Karl Schneider und Christa Krieger. © Markus Proßwitz


Welch romantischer, welch berührender Glanz! Nur von 120 Kerzen und unzähligen Teelichtlein erhellt, präsentiert sich das Gotteshaus am Werderplatz bei den Veranstaltungen „Christuskirche im Kerzenschein“ stets auf eine ganz besondere Weise – aber am Vorabend des dritten Advents glänzte alles noch mehr, geriet das Programm viel festlicher und üppiger als sonst: Zu Ehren von Karl Schneider, langjähriger Vorsitzender der Gemeindeversammlung und großzügiger Stifter, der seinen 90. Geburtstag feierte.

 „Freuet Euch in dem Herrn allewege“, zitierte Pfarrerin Maibritt Gustrau aus dem Philipper-Brief. Mit ihrem Kollegen Stefan Scholpp begründete sie, warum es an diesem Abend ausnahmsweise anders zugehe als sonst – weil er ein besonderes Geschenk sein solle an Karl Schneider. Scholpp würdigte ihn als großen „Freund, Mentor und Förderer“.

Kapital erneut aufgestockt

Nach langen Jahren aktiver Mitarbeit in der Gemeinde hatten er und seine Frau Renate zu ihrem 50. Hochzeitstag 2008 mit eigenem Vermögen die „Stiftung Christuskirche – Kirche Christi“ gegründet, die inzwischen über ein Kapital von mehr als zwei Millionen Euro verfügt. Gerade zu seinem 90. Geburtstag hat Schneider, ehemals Südzucker-Vorstand und noch im Aufsichtsrat des Gesundheitskonzerns Fresenius aktiv, das Kapital wieder sehr großzügig aufgestockt. Dank der Erträge, der anvertrauten Spenden und Zustiftungen, kann die Stiftung jährlich etwa 50 000 Euro ausschütten – wovon die Christuskirche, ihr Kindergarten und ihre Kirchenmusik ebenso profitieren wie andere evangelische Gemeinden, vom Jungbusch bis zur Vogelstang.

Aber statt mit langen Reden gratulierte und dankte die Gemeinde Schneider nun auf eine ganz besondere, berührende Weise: So griff Landeskantor Johannes Michel kräftig in die Tasten der – auch durch die Hilfe der Stiftung – fast fertig sanierten Steinmeyer-Orgel, Harfenistin Sophia Marie Schmidt entlockte ihrem Instrument zarte Töne, und Sopranistin Milena Georgieva gratulierte mit ihrer hellen Stimme von der Orgelempore herab.

Adventliche Texte lasen ganz besondere Persönlichkeiten – Stadtdekan Ralph Hartmann, sein Vorgänger Günter Eitenmüller sowie mit Rudolf Herrfurth, Heinz-Günter Kämpgen, Gerhard Stegmann und Ingo Strugalla viele langjährige Weggefährten Schneiders aus dem aktiven Einsatz für die Gemeinde.

Nach Segensworten des früheren evangelischen Landesbischofs Ulrich Fischer folgte dann die Überraschung für ihn wie für das Publikum auf dem Vorplatz der Kirche: Zu den Klängen des Posaunenchors an der Auferstehungsgemeinde durfte der Jubilar, assistiert von Christa Krieger und Birgit Stegmann, eine riesige Torte – mit dem Bild der Christuskirche darauf – aufschneiden und die Stücke verteilen.


© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 20.12.2017  - Autor: Peter W. Ragge (pwr)

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